Joseph H. Pilates

Joseph H. Pilates wurde 1880 in der Nähe von Düsseldorf geboren. Er war ein kränkliches Kind, litt an Asthma, Rachitis und rheumatischem Fieber. Um seine körperlichen Gebrechen zu überwinden, beschäftigte er sich intensiv mit verschiedenen Arten von Bewegungslehre. Er selbst entwickelte sich so zum Bodybuilder, Ringer, Turner, Boxer, Skifahrer und Taucher.

1912 ging er nach Grossbritannien, wo er als Boxer arbeitete, im Zirkus auftrat und Kriminalbeamte in Selbstverteidigung unterrichtete. Während des ersten Weltkrieges kam er aufgrund seiner Nationalität ins Gefängnis. In einem Lager auf der Isle of Man arbeitete er als Krankenpfleger und entwickelte Trainingsprogramme für die anderen Internierten. Nach einer Grippeepidemie, der tausende von Menschen zum Opfer fielen, schrieb man es der Trainingsmethode von Joseph Pilates zu, dass seine Mitgefangenen dank ihrer guten körperlichen Konstitution überlebten.

Nach dem Krieg kehrte Joseph Pilates nach Deutschland zurück und führte in Hamburg sein Trainingsprogramm fort. Er arbeitete für kurze Zeit für die Hamburger Militär-Polizei und beschäftigte sich dort hauptsächlich mit Selbstverteidigung.

1925 wurde er darum gebeten, die deutsche Armee zu trainieren, doch stattdessen entschied er sich für die USA.

Auf einem Schiff nach Amerika traf er seine spätere Frau Clara.

Er eröffnete sein Studio in New York und Clara unterstützte ihn bei seiner Arbeit. Hier entwickelte er seine Trainingsprogramme weiter, erfand speziell darauf abgestimmte Geräte und trainierte Studenten. Er nannte dieses Training “Contrology”.

Seine Methode bestand nicht einfach nur aus dem Abspulen einzelner Bewegungen, sondern ist vielmehr Teil eines Gesamtkonzeptes, das die Kondition und das Wohlbefinden verbessert.

Joseph Pilates starb 1967 und Clara unterrichtete und führte das Studio für zehn weitere Jahre weiter.